Die großen Drei

Heute war es endlich soweit. Der Wetterbericht hatte uns Sonne und keinen Regen vorhergesagt und so ging es heute endlich zu den Drei Zinnen.
Schon die ganzen Tage zuvor hatte ich mich auf die Umrundung dern Drei gefreut.
Mit dem Auto ging es also von Sexten über Innichen und Toblach zur Auronzo Hütte.


Das letzte Stück der Passstraße zur Auronzo Hütte ist mautpflichtig und für einen PKW zahlt man mal eben 22€. Dafür wird man aber oben an der Hütte freundlich auf den Parkplätzen eingewiesen und kann mit seinem Auto den ganzen Tag dort stehen bleiben.

Oben angekommen versuchte ich mir ein Bild über den Sonnenstand zu machen um so die richtige Entscheidung bezüglich unserer Wanderrichtung zu fällen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass Fotografen den Weg entgegengesetzt der Massen nehmen sollten.
Unschlüssig überlegten wir eine Weile hin und her und kamen schließlich zu dem Schluss, dass man, egal welche Richtung man einschlägt, die Sonne immer von vorn auf der Kamera haben wird. Also folgten wir dann doch den Massen, die bereits in Richtung Lavaredo Hütte unterwegs waren. 
Der Abschnitt bis zur Lavaredo Hütte ist einfach und gleicht tatsächlich einem Spazierweg. Dementsprechend waren unzählige Touristen in leichten Sommerschuhen und Familien mit Kinderwagen! unterwegs.




Ab der Lavaredo Hütte wurde es dann langsam etwas ruhiger. Vor uns lag ein kleiner, aber nicht zu unterschätzender Anstieg zum 2454m hohen Paternsattel.
Während der 30 Minuten bis zum Erreichen der Lavaredo Hütte ist man ganz dicht dran an den Drei Zinnen, jedoch sieht man sie nur von hinten bzw. seitlich.


Mit dem Erklimmen des Paternsattels jedoch erblickt man nicht nur die Zinnen zum ersten Mal in ihrer ganzen Pracht, sondern bekommt ein Panorama geboten, dass mir die Sprache verschlagen hat. In den schönsten Pastellfarben hat man Überblick auf die gesamte gegenüberliegende Bergkette der Dolomiten.
Gefühlte hundert Mal zog ich die Kamera von rechts nach lins und von links nach rechts, um später am PC auch ja ein ordentliches Panorama zusammenbauen zu können. (Großformat)
Nach ein paar Fotos auf denen auch wir einmal zu sehen sind (danke an dieser Stelle noch einmal an das unbekannte Mountainbikerpärchen), ging es weiter in Richtung Drei Zinnen Hütte.


Wir ließen uns Zeit für den Weg und verweilten mal hier auf einem Plateau oder am Wegesrand um die grandiose Aussicht zu genießen.
Gegen 13 Uhr erreichten wir dann die Drei Zinnen Hütte und konnten von dort nun die großen Drei direkt in der Frontale bewundern.
Ferner tut sich in der anderen Richtung ein weiterer wunderschöner Ausblick auf die Sextener Dolomiten um die Schusterplattte und die Bödenseen auf. Ich hätte stundenlang da im Gras sitzen und die Berge anschauen können...


Aber irgendwann mussten wir ja auch weiter - das Wetter wurde wechselhaft und die Hälfte der Runde lag schließlich noch vor uns.
Also machten wir uns zunächst an den steinigen Abstieg. Hier sah ich bereits die ersten Sommerschuhträger mit Problemen. Der Weg war steiniger geworden  und glich nun mehr und mehr einem alpinen Wanderweg. Wie schon so oft, dankte ich auch dieses Mal insgeheim für die hervorragende Beratung bei den Aussteigern in der Danziger Straße, haben doch meine Hanwags noch nie irgendwelche Probleme gemacht.

Nach dem Abstieg folgte dann, wie sollte es anders sein - ein steiler, anstrengender Aufstieg.
Atemlos aber glücklich erreichten wir schließlich die Langalm.
Auch hier wollte ich natürlich ein Panorama mitnehmen, aber die Alm steht so nah bei den Zinnen, dass alles zusammen  nicht aufs Bild geht.
Also stieg ich einen Hügel hinter der Langalm hinauf um mein Glück da zu probieren. Die Perspektive war etwas besser, aber an Querformat war nicht zu denken und so machte ich halt 9 Hochformataufnahmen. Das Ergebnis sehr ihr hier. (Ein Klick führt Euch zur Vollbildversion)




Die Umrundung der Drei Zinnen ist eine landschaftlich wunderschöne und absolut lohnenswerteWanderung, jedoch sollte man die zu überwindenden Höhenmeter nicht unterschätzen.

Ein Spaziergang, wie ich es irgendwo einmal gelesen habe, ist die Umrundung der Drei Zinnen sicher nicht.


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